Was ist Zul?
Zul versteht sich laut eigener Dokumentation als Privacy Layer 2 auf Solana, also als separate Kette, die ihre Daten zwar an Solana verankert, aber eigene Blöcke produziert, Transaktionen im SVM-Stack ausführt und Gebühren in ihrem nativen Token ZUL abrechnet. Technisch verbindet das Projekt damit zwei Ebenen: einerseits die Vertrautheit des Solana-Ökosystems, andererseits eine eigenständige Ausführungsumgebung mit 500-Millisekunden-Slots, einem eigenen Sequencer und einem multi-assetfähigen, kryptographisch geschützten Pool. Im Zentrum steht ein sogenannter shielded pool, in dem Werte als Notes mit Commitments gehalten werden. Beim Senden wird nur ein Nullifier offengelegt; Sender, Empfänger, Betrag und selbst das bewegte Asset bleiben verborgen, solange die Transaktion den Pool nicht verlässt. Die Konsistenz wird durch Groth16-Beweise, Nullifier-Listen und die Verankerung der Zustände auf Solana abgesichert. Zugleich benennt das Projekt seine Grenzen offen: In Version 1 gibt es einen einzigen, vertrauenswürdigen Sequencer, und die Privatsphäre gegenüber diesem Operator ist ausdrücklich noch nicht vollständig abgedeckt. Genau darin liegt auch das adressierte Problem: Solana ist auf der Basisschicht öffentlich, Zul versucht jene Privatsphäre nachzurüsten, die für vertrauliche Transfers bislang fehlt.