Was ist Dot?
Dot ist ein privates KI-Ökosystem auf Base, das laut Projektangaben einen bewussten Gegenentwurf zu den üblichen, datengetriebenen Assistenten bildet. Statt Konten, Gesprächsprotokollen und stiller Profilbildung setzt das Projekt auf anonyme Nutzung, Nullspeicherung und offene Gewichtsmodelle, die sich prüfen und – zumindest in Teilen der Architektur – selbst hosten lassen. Die ersten Produkte heißen DotChat für Gespräche und DotCode für agentische Entwickleraufgaben; DotMCP ergänzt die Infrastruktur als Schnittstelle für maschinell ansprechbare Dienste. Technisch betont Dot eine Architektur, in der Anfragen nur flüchtig verarbeitet werden. Nach Angaben der Website werden keine E-Mail-Adressen, keine Telefonnummern, keine Wallets, keine Gerätefingerabdrücke, keine IPs und keine Analysedaten gespeichert; auch serverseitige Transkripte sollen nicht entstehen. Als Primärmodell nennt das Projekt Dolphin-Mistral-24B Venice, ein Open-Weight-Modell mit 24 Milliarden Parametern, ergänzt um weitere offene Modellfamilien wie Llama, DeepSeek und Qwen. Das Ziel ist eine KI, die nicht auf Gefälligkeit getrimmt ist, sondern auf direkte, überprüfbare Antworten. Wer hinter Dot steht, bleibt bislang nur schemenhaft sichtbar. Als Autor der technischen Unterlagen tritt Dot Research, Private Agent Systems Group auf; ein öffentlich auftretendes Kernteam ist derzeit nicht erkennbar. Adressiert wird vor allem ein Grundproblem moderner KI-Plattformen: dass Bequemlichkeit oft mit Überwachung bezahlt wird. Dot will genau diese Logik umkehren und private KI nicht als Zusatzfunktion, sondern als architektonisches Fundament verstehen.